Die Gelse als Vorbild

Zzzzzzz …. klatsch …. daneben! Eine einzige Gelse schafft es, uns die ganze Nacht den Schlaf zu rauben. Wenn sie Lust hat, sogar einer ganzen Kompanie im Mannschaftszelt. Von so einem Selbstbewusstsein können wir nur träumen.

„Was kann ich denn schon bewirken?“, fragen wir uns allzu oft, wenn wir mit einer Sache unzufrieden sind. Das fängt bei eigenen Gewohnheiten an und hört bei der Umweltverschmutzung bestimmt nicht auf. Wohlwollend lesen wir Artikel und Bücher von Menschen, die aufzeigen, was auch wir uns denken. „Endlich einer, der das auch so sieht!“, beklatschen wir die Initiatoren und Meinungsmacher bei Themen, die uns bewegen. Ob dieser Beifall etwas bringt? Es ist fast so, wie wenn Sie nie einen Gelsenstecker besorgen, weil Sie eh einen Fliegenklatscher haben, mit dem Sie nachts ein bisschen herumfuchteln. Es gibt bei jedem Thema etwas, das Sie tun können. Manchmal genügt es sogar, auf etwas bewusst zu verzichten. Vermutlich retten Sie keinen einzigen Delphin, wenn Sie auf diese Thunfischdose verzichten. Die Luft wird auch nicht sauberer, wenn Sie heute zu Fuß gehen.  Aber wo, außer bei Ihnen, soll es sonst anfangen? Manchmal sind es sogar Einzelne, durch dessen Initiativen sich Großes bewegt. Falls Sie Zweifel haben, ob Sie etwas bewirken können, denken Sie an Gelsen. Von denen gibt es mehr als Menschen, und jede Einzelne schafft es, uns Riesen auf Trab zu halten. In wessen Ohr werden Sie sich demnächst Gehör verschaffen?

Endlich erhältlich: Das Buch zur Kolumne! Auf den Punkt