In das Feuer blasen

Wann werden Ihre Koteletts und Würstchen am besten gegrillt? Bei stechenden Flammen oder einer konstanten Glut?

Bevor die Glut entstehen kann, muss es aber vorher einige Flammen geben. Später genügt es, ab und zu hineinzupusten. Wenn Sie diese Reihenfolge mit Ihrer persönlichen Antriebskraft für Ihre Ziele und Wünsche vergleichen, werden Sie vermutlich feststellen, dass es die Flammen irgendwann einmal gab - und die Hitze abgekühlt ist. Vielleicht gab es sogar immer wieder neue Flammen, aber niemals wurde daraus eine konstante Glut, auf der etwas schön durch werden konnte. Das kann daran liegen, dass es leichter ist, einen Knäuel Zeitungspapier anzuzünden, als eine Hitze über einen langen Zeitraum aufrecht zu halten. Stellen Sie sich vor, für ein bestimmtes Ziel in Ihrem Leben gibt es noch ein kleines Feuerchen. Woran denken Sie spontan, bei dem Ihnen augenblicklich warm, vielleicht sogar heiß wird? Allein der Gedanke daran ist so, als ob Sie in eine fast erloschene Glut hineinpusten, und sofort die Wärme wieder spüren. Es gibt Glutbeete in Ihrem Leben, die höchstwahrscheinlich nie ganz erlöschen. Egal, wie lange Sie schon nicht mehr dort waren. Wie wäre es, wenn Sie wieder einmal hinschauen? Vielleicht aus einem gewissen Abstand mit einem Fächer wedeln? Wird daraus ein Lagerfeuer, das Sie zum Dableiben einlädt? Setzen Sie sich hin, und werfen Sie wieder mal ein Stück Holz hinein. Nehmen Sie dieses innere Feuer mit in den Alltag. Daran denken ist wie hineinpusten. Und diese Wärme gibt Ihnen Energie für alles, das Sie irgendwann eingefroren haben.

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