Im zweifel positiv bleiben

Kennen Sie auch Situationen, in denen Sie sehr unsicher sind, ob Sie sich auf jemanden verlassen können? Was andere über Sie denken? Wie dieses oder jenes gemeint war? Warum sich jemand nicht meldet? Die Liste mit solchen Situationen könnte die gesamte Kolumne ausfüllen. Unsicherheit entsteht durch Unkenntnis. Was wir nicht mit Sicherheit sagen können, fühlt sich unsicher an.

Durch Unkenntnis entsteht ein Vakuum, das mit Wissen befüllt werden möchte, damit die Unsicherheit verschwindet. Da wir dieses Wissen aber nicht einfach so herholen können, bleibt dieses Vakuum. Und die menschliche Fantasie füllt dieses Vakuum relativ schnell mit negativen Vorstellungen. Unsicherheiten verwandeln sich dadurch plötzlich in negative Überzeugungen. Die Ergebnisse lauten: Eifersucht, Selbstzweifel, Zorn, Resignation, Misstrauen und so weiter. Und das alles nur, weil Sie durch das mangelnde Wissen keinen Gegenbeweis haben. Für die negativen Überzeugungen gibt es auch keine Beweise. Aber aus irgendeinem Grund fällt es leichter, diese zu glauben.  Es wird unvermeidlich sein, dass auch in Zukunft Unsicherheiten entstehen. Was Sie vermeiden können, sind voreilige negative Überzeugungen. Stellen Sie sich das Vakuum als leeren Behälter vor, in den zwei Leitungen führen. Die eine gut geschmiert und ständig im Betrieb. Die andere schon etwas verkalkt. Welche Gedanken wo durchfließen, haben Sie schon erraten. So lange es keinen Beweis für die negative Überzeugung gibt, drehen Sie diese Leitung ab – und die andere auf. Im Zweifel positiv bleiben. Denn damit liegen Sie meistens viel richtiger, als Sie denken.

 


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